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Kommunikation mit dem Forstbetrieb Selb

Kommunikation mit dem Forstbetrieb Selb, oder Wie reagiert der Forstbetrieb Selb auf Kritik an seinen Waldwegen? Zwei Beispiele.


Anfang Oktober 2010 wendet sich ein hier häufig zu Besuch weilender, gebürtiger Selber über die Waldweg-Info Seite an Kerstin Popp und Ulla Klinger. Ihm fällt auf, dass gern genutzte Waldwege in vergangener Zeit durch die Forstwirtschaft in einen sehr schlechten Zustand versetzt wurden. Teils aber auch von privaten Wegenutzern; insbesondere ein bestimmter Weg Richtung Häusellohe / Köhlerei.

Und er würde es begrüßen, wenn beide Damen beim zuständigen Forstamt und zuständigen Förster anregen könnten, den Schaden baldmöglichst zu beheben bzw. den Weg für private Fahrten zu sperren.


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Nun ist unsere Waldweg-Info Seite natürlich nur dazu gedacht, Informationen zusammenzutragen und die Fakten, die wir sammeln konnten, weiterzugeben.

Und Erholungssuchende, die mit zu grob geschotterten Waldwegen Probleme haben, zu ermutigen, diesen unbefriedigenden Zustand nicht einfach hinzunehmen, sondern, auf unseren Erfahrungen aufbauend und die von uns gesammelten Informationen nutzend, selbst aktiv zu werden, die Entscheidungsträger zu kontaktieren und ihnen zu signalisieren, dass sich die Bevölkerung nicht mit suboptimalen Wegen in ihrem Wald zufrieden gibt.

Was aber selbstverständlich nicht heißt, dass wir nicht da wo irgend möglich Unterstützung leisten wollen, auch wenn uns der Zustand der angesprochenen Wege selbst nicht bekannt ist.
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Kerstin Popp gibt die Kritik also am 9.10.2010 (ein Samstag) an den zuständigen Forstbetrieb Selb weiter, an Forstbetriebsleiter Grosch.

Am 11.10. (Montag drauf) schickt er ihr per email zwei Karten mit der Bitte, den betreffenden Weg einzutragen; sie gibt die Karten und Herrn Groschs Kontaktdaten - Adresse, E-mail, Telefon- und Faxnummer - weiter an Herrn F.:

"ich habe den Forstbetrieb Selb kontaktiert; die Antwort kam sofort:
Herr Grosch bittet darum, den Weg / die betroffenen Wege in eine der anliegenden Karten zu zeichnen. Sie können die Karte direkt Herrn Grosch zurückschicken, gerne in Kopie an mich."

und antwortet Herrn Grosch:

"vielen Dank für die schnelle Antwort! Ich habe die Karte gleich Herrn F. weitergeleitet. Ihm gesagt, er kann die Karte gern gleich an Sie weiterleiten, in Kopie an mich, wenn er möchte."

Herr F. bedankt sich am 12.10. bei Kerstin Popp für ihre Rückmeldung und teilt ihr mit, dass es im Online-Modus keine Möglichkeit gibt, die betreffenden Wege zu markieren, und eine Ausdruckmöglichkeit hat er derzeit leider nicht. Er bedauert, dass sich die Sache somit verunmöglicht; den betreffenden Weg hat er bereits gut beschrieben - somit "hat sich der ganze Aufwand wohl oder übel in bürokratische Luft aufgelöst.."

Warum so schnell die Flinte ins Korn - oder vielmehr den Wald werfen?

Kerstin Popp kontaktiert also erneut Herrn Grosch, gibt ihm die Nachricht weiter, dazu erneut die genaue Wegbeschreibung, ("Gerade der für dieses Gebiet zuständige Förster kann damit sicher etwas anfangen?") und Herrn F. die kurze Rückmeldung "Nur an den Karten soll es nicht scheitern".

Herr Grosch reagiert am 12.10. umgehend. Er sagt, dass die Karte schon sehr wichtig wäre weil es hier auch viel Privatwald gibt, auf den er keinen Einfluss hat. "Wenn sich der Mann auf unseren Waldstraßen bzw.
auf markierten Wanderwegen im Staatswald bewegt, kann ich was tun." Und schickt die Datei erneut, diesmal als .pdf.

Kerstin Popp gibt dies am 12.10. weiter an Herrn F.: "der Forst gibt sich Mühe, kein Zweifel, und gerade mit Herrn Grosch kann man wirklich gut reden. Kein Vergleich mehr zur früheren Forstverwaltung! Können Sie mit der pdf. Datei etwas anfangen? Mein Vorschlag zur Not wäre, einfach nach der Karte per Hand eine grobe Skizze zu zeichnen - wenn Herr Grosch die dann neben seine Karte legt, kann er damit bestimmt etwas anfangen."

und an Herrn Grosch am 13.10.2010 einen Zwischenbescheid:

"vielen Dank - ich habe Karte und Info nochmal an Herrn F.
weitergegeben. Und ihm gesagt, wenn er partout keine Möglichkeit hat, die Karte auszudrucken / zu bearbeiten und Ihnen zurückzuschicken, dann könnte er es ja mit einer Skizze versuchen - damit können Sie notfalls sicher auch etwas anfangen. Wenn Herrn F. so viel an guten Wegen in der Häusellohe liegt, dann wird er sicher eine Möglichkeit finden sich mit Ihnen in Verbindung zu setzen und auszutauschen - mehr entgegenkommen als bisher nun können Sie ihm nicht! Bzw. ich ihn (unbekannterweise) unterstützen...
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Wieviel schneller und kooperativer und vor allem fairer und höflicher könnte ein Forstbetrieb auf Kritik an seinen Wegen noch reagieren?

Wie ernst der Forstbetrieb Selb das Thema Waldwege nimmt, zeigt auch das jüngste Beispiel Ende Juni 2011
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Die Rehauer CSU übt im Rahmen eines in der Frankenpost erscheinenden Artikels Kritik an den Staatsforsten, insbesondere am Zustand der Waldwege.
http://www.frankenpost.de/lokal/hofrehau/rehau/art2452,1675836

Forstbetriebsleiter Michael Grosch nimmt zu dieser Kritik in einem kurzen Interview mit der Zeitung Stellung und lädt die Rehauer Bürger umgehend ein, nun mit ihm in den Wald zu gehen, er wird alle Fragen beantworten.
http://www.frankenpost.de/lokal/hofrehau/rehau/art2452,1675835

Dieser Termin findet bereits wenige Tage später statt, die Frankenpost berichtet selbstverständlich auch darüber ausführlich.
http://www.frankenpost.de/lokal/hofrehau/rehau/art2452,1683103