BLW 25 / 26.06.2007 - Forstexperten in München - waldwege.info

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BLW 25 / 26.06.2007 - Forstexperten in München

200 Forstexperten aus ganz Europa suchten während der zweitägigen, in München abgehaltenen Konferenz nach Wegen, die Forst- und Holzwirtschaft zu stärken.
Der Vorschlag von Bayerns Landwirtschaftsminister Miller lautete, zur allgemeinen Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit die nationalen Aussagen und Aktivitäten in einer gemeinsamen Charta zu bündeln. Mit einem klaren Bekenntnis zur Holznutzung als zentraler Botschaft. Die drei Kernaussagen, auf die man sich dabei stützen könnte lauten wie folgt:

- Holznutzung stärkt die ländlichen Räume, sie steigert die Wirtschaftskraft, sorgt für den Erhalt und die Schaffung von Arbeitsplätzen und wirkt damit der Landflucht entgegen. Holznutzung stärkt die regionale Werstschöpfung, gewährleistet die Versorgungssicherheit der Holzwirtschaft und Bevölkerung mit Roh-, Bau- und Werkstoffen sowie Energieträgern
- Holznutzung und -verwendung schützt das Klima (Bindung von Kohlendioxyd) und ist die Voraussetzung für die vorsorgliche Anpassung der Wälder an den Klimawandel
- Holznutzung und Waldbewirtschaftung dienen der Sicherung der Waldfunktionen. "Neben der Bereitstellung des Rohstoffes Holz gewährleistet die Waldbewirtschaftung die Erholung im Wald, den Schutz vor Naturgefahren wie Hochwasser und Lawinen und trägt wesentlich zum Schutz von Tieren und Pflanzen und Menschen bei."

und

"Der bisher oft als schlafender Riese bezeichnete Sektor Forst sei inzwischen erwacht, so Miller. Politik und Öffentlichkeit nähmen ihn zurecht mehr und mehr wahr." [...] Bayern "ist mit rund 2,5 Millionen Hektar Wald das größte Waldland in Deutschland und mit einem Vorrat von 400 Festmetern je Hektar Holzboden die holzertragreichste Region Europas. Forst-, Holz- und Papierwirtschaft bringen es in Bayern auf rund 200.000 Beschäftigte und einen Umsatz von mehr als 30 Milliarden Euro pro Jahr."