Ablehnung
CONTRA: Fichtelgebirgsverein e.V.
"Auch der Fichtelgebirgsverein e.V. wollte bis zum heutigen Tage keine Stellung nehmen und fürchtet wohl die Verwaltung des Bayerischen Staatsforstes mehr als ihm das Wohl der Erholungssuchenden wert ist."
Am 16.07.2007 lesen wir in der Tageszeigung über einen Ortstermin, zu dem der Leiter des Forstbetriebes Selb Vorstandsmitglieder des Fichtelgebirgsvereins eingeladen hatte, um am Beispiel eines dortigen Wanderwegs darzustellen, dass der Forstbetrieb Selb im Laufe des Sommers nach und nach alle durch den Maschineneinsatz nach Kyrill schwer ramponierten Wanderwege wieder herrichten wird.
In jenem Artikel nennt FGV-Hauptvorsitzender Dr. Helmut Reinel zwei Beschwerden, die von Wanderern immer wieder an den FGV herangetragen werden, nämlich den schlechten Zustand der Wanderwege und den groben Schotter, der vielerorts auf den Wegen aufgebracht wurde. "Der FGV, so Reinel, habe sich immer hinter die Forstverwaltung gestellt." Vielleicht ein bisschen zu sehr, was das Thema Wegpflege angeht? Berechtigte Kritik kann selbstverständlich geübt werden. Muss sogar geübt werden von einem Verein wie dem FGV, wenn er nicht komisch dastehen will.
Deutlich Kritik übte offensichtlich ein Wanderführer des FGV bei der Einweihung des neuen Fernwanderwegs "Fränkischer Gebirgsweg" am 22.09.2007. Wie es in dem Zeitungsartikel in der Frankenpost vom 24.09.2007 heißt, machte er den Präsidenten des Deutschen Wanderverbandes, Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß anhand eines Wegbeispiels auf ein aktuelles Problem aufmerksam - jener Hauptwanderweg wurde bei den Aufräumarbeiten nach den Sturmschäden des Orkans Kyrill auf einigen Abschnitten völlig zerstört. "Die Kritik des Wanderführers richtet sich dabei nicht gegen den Revierleiter des Staatsforstes, der für die Belange des Fichtelgebirgsvereins stets ein offenes Ohr habe, sondern gegen die Vorgaben der Staatsforstverwaltung, die ausschließlich am Gewinn orientiert sei. [...] Rauchfuß versprach, sich für den Schutz derartiger Wege einzusetzen.